ARCHIV

  • Weiß Facebook Icon
  • Weiß Instagram Icon
polnisches_theater_kiel15
polnisches_theater_kiel15

press to zoom
polnisches_theater_kiel13
polnisches_theater_kiel13

press to zoom
polnisches_theater_kiel_7
polnisches_theater_kiel_7

press to zoom
polnisches_theater_kiel15
polnisches_theater_kiel15

press to zoom
1/7

DAS POLNISCHE THEATER PRÄSENTIERTE:

BOSTON

Der Weg, den die beiden: Frank und Belinda durchleben, durchleiden und gemeinsam gehen, ist packend, eindringlich und macht nachdenklich.

Es ist, als würden zwei verschiedene Lieder gleichzeitig gesungen. Langsam hört man sich ein, begreift die Sehnsucht der Frau nach dem Mann, den sie liebt und kennt. Verstand, Gewohnheit, Vertrautheit, nichts hilft mehr. Es gilt anzunehmen, die alte Liebe kann erschossen werden. Aber ist sie nicht schon vorher tot? Und plötzlich löst sich der Knoten der Verzweiflung, es tut sich wie von selbst eine ganz neue Möglichkeit der Begegnung auf. 

Der Weg in noch ungeahnte Möglichkeiten ist befreiend und offen. Keine Beruhigungspille, sondern Hoffnung in das Neue, Unbekannte hinein.

Darum ging‘s

plakat_polnisches_theater_kiel_boston.jpg

Frank und Belinda haben sich geliebt. Jetzt, obwohl erst Mitte 60, verliert er seine Erinnerung und bringt seine Frau damit an den Rand ihrer Belastbarkeit. So schleicht er etwa morgens um vier ins Wohnzimmer, das er dann völlig verwüstet auf der besessenen Suche nach etwas, wovon er anschließend nicht mehr weiß, was es war. Erst geduldig, dann verzweifelt versucht sie vergeblich, zu ihm durchzudringen, führt mit mal liebevoller, mal verbissener Geduld mühsame Gespräche mit ihrem Mann, die sich nur im Kreis drehen. Zuletzt ist sie sogar bereit, ihn zu töten, um dem unwürdigen Dasein ein Ende zu setzen. Doch auch wenn das Gehirn streikt – der Körper erinnert sich. Zuletzt findet sich das Paar im Tanz wieder: Den „Boston“ hat Frank immer am liebsten getanzt!

Ein wichtiges Stück, das im Kern von Dingen spricht, die noch weitaus mehr Menschen betreffen als Altersdemenz und Alzheimer: von Liebe und Tod.

Autor: Kaj Nissen
Regie: Tadeusz Galia, Jutta Ziemke

Bühne: Tadeusz Galia

Fotos: Wlodzimierz Brühl
Premiere: 28. April 2016
Es spielte: Jutta Ziemke, Tadeusz Galia