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DAS POLNISCHE THEATER PRÄSENTIERTE:

GRANATEN

Sechs überraschende Schnappschüsse von Frauen zwischen 15 und 57 in entscheidenden Situationen ihres Lebens, äußerlich lose miteinander verbunden, wirken unterirdisch zusammen durch starke Kraftlinien.

Darum ging‘s

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Zu den sechs Granaten:

Im ersten Monolog kommt eine etwa dreißigjährige Frau, zu Wort. Sie ist eine junge Mutter, die ihr Baby, zwei Schulkinder und ihren Mann zu versorgen hat. Je mehr sie versucht, dem gängigen Klischee zu entsprechen und eine gute Mutter und Ehefrau zu sein, desto verzweifelte wird sie. Dass sie verlassen wurde, kompensiert eine Durchschnittsfrau in den besten Jahren durch ihr Hobby und meint mit ihrem Vortrag über Kakteenzucht doch nur sich selbst. Das Publikum belauscht die Träume und Hoffnungen einer Fünfzehnjährigen, die sich vom Sieg beim lokalen Talentwettbewerb den Sprung ins Showbiz verspricht und unsanft auf dem Boden der Realität landet. Eine ältere Witwe klagt über die Ausgrenzung alleinstehender älterer Frauen aus der Gesellschaft, erzählt dann aber die Geschichte ihrer Begegnung mit einem blinden Studenten, die sie das Leben und die Liebe wiederentdecken lässt. Eine junge Braut, wünscht sich schon seit Kindertagen, im weißen Brautkleid vorm Altar zu stehen. Als es endlich soweit ist und sie neben ihrem zukünftigen Mann zum Altar schreitet, wachsen ihre Zweifel, bis sie schließlich erkennt, dass sie eigentlich gar nicht heiraten will, jedenfalls nicht diesen Mann. Außerdem ist da noch die alternde Diva, die sich hartnäckig weigert abzutreten.

Autor: Joanna Murray-Smith
Regie: Tadeusz Galia, Jutta Ziemke

Bühne: Tadeusz Galia

Fotos: Jens Matthießen
Premiere: 11. Januar 2018
Es spielte: Antje Schlaich